Die Stadtratssitzung am 27. Januar 2026 begann mit dem Bericht des Bürgermeisters. Andreas Bukowski informierte, dass eine 2,7 ha große Ausgleichsfläche für die Freiflächen-PV-Anlage notwendig gewordene Ausgleichsfläche (wegen der Feldlerchen) in der Nähe von Bayreuth gefunden wurde. Wir waren erstaunt, aber eine solche „Fernkompensation“ scheint rechtlich zulässig. Naturschutz und Energiewende stehen jedoch nicht im Widerspruch zueinander, sie unterstützen sich gegenseitig. Das Beispiel zeigt, es wäre angebracht, wenn alle im Stadtrat diese Themen zukünftig sachlicher und damit der Sache angemessen diskutieren würden.
Der Neubau der A99-Brücke liegt im Zeitplan. Die Behelfsbrücke wird nun errichtet, Anfang Juli wird sie voraussichtlich in Betrieb genommen werden. Auf die Nachfrage von Ulrich Leiner hin, wurde berichtet, dass es, zusätzlich zur Wiederaufforstung der Rodungen, eine ökologische Ausgleichsfläche geben wird, die bei Bad Aibling liegt.
Auch auf unsere Nachfrage hin, wurde berichtet, dass auf dem Dach des Jugendzentrums Route 66 im kommenden Jahr eine neue Solarthermie installiert werden wird.
Bezahlbaren Wohnraum in kommunaler Hand behalten
Hauptpunkt in dieser eher kurzen Sitzung war das Bauprojekt in der Johann-Strauß-Straße 1-5. Dort sollen 29 Wohnungen errichtet werden, für die bei der Erstvermietung eine Kaltmiete von ca. 14 € verlangt werden wird. Das Gebäude soll durch die Baugesellschaft München Land errichtet werden, worüber Einigkeit im Gremium bestand.
Die Meinungen gingen allerdings auseinander, als wir forderten, dass das Kommunalunternehmen Wohnungsbau Haar (KWH), das Gebäude kaufen und betreiben soll. Nur so kann die Stadt dauerhaft über das Grundstück, das Gebäude und die Einnahmen verfügen. Unsere Position stützt sich auf zahlreiche Refinanzierungsszenarien, die im Kern alle zeigten, dass sich das Objekt nach ca. 30 Jahren amortisieren und dauerhaft Rendite erwirtschaften wird. Die Entscheidung über diese Frage wird erst in einer der nächsten Sitzungen getroffen werden. An diesem Punkt zeigte sich, wie schwer sich manche im Stadtrat mit einer langfristigen Planung tun. . Gerade bei Bauthemen gilt es, in Jahrzehnten zu denken und zu planen. Wenn wir jetzt nur auf den kurzfristigen Vorteil achten würden, verlören wir auf lange Sicht stabile Einnahmen für die Stadt und denn Realwert der Immobilie. Als Privatperson würden dies vermutlich alle sofort verstehen.
Zum Abschluss der Sitzung wurde über die Anträge auf der Bürgerversammlung entschieden. Der Wunsch nach einer neuen Tanzschule wurde inhaltlich begrüßt, aber formal abgelehnt, da dies nicht in die Zuständigkeiten der Stadt fällt. – Es wurde eine Zusammenarbeit mit der Volkshochschule oder anderen Vereinen angeregt.
Der Antrag der Bürgerinitiative Finckwiese auf ortsnahe Ausgleichflächen wurde zur Behandlung in das Bebauungsplanverfahren verwiesen.
Der Antrag auf einen Stadtwald wurde in die Februarsitzung vertagt.







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