Die Gemeinderatssitzung vom 27. April 21 war eine Premiere. Zum ersten Mal konnte eine Gemeinderätin digital per Videoverbindung an der Sitzung teilnehmen. Technisch gesehen hat das weitgehend geklappt, optisch ist das Gegenbild, gerade wenn gleichzeitig eine Präsention den Bildschirm einnimmt, doch recht klein. Im Laufe des Abends beschlossen wir, dass ab der nächsten SItzung auch das Abstimmen per Videozuschaltung möglich ist – vorerst befristet bis Ende diesen Jahres.
Ein umfangreicher Tagesordnungspunkt war die geplante Erweitung des Ernst-Mach-Gymnasiums. Nach vielen Vorgesprächen in einem eigens dazu eingerichteten Arbeitskreis, mit der Schulleitung, dem Landrat und anderen, war klar, welche Lösung favorisiert wurde: Eine Aufstockung von zwei Gebäudeteilen und eine Verbindungsbrücke im zweiten Obergeschoss. Diese Erweiterung vergrößert die Schule auf 42 Klassenräume, 9 Kursräume und 14 Räume für moderne Unterrichtsgestaltung. Von den Kosten in Höhe von voraussichtlich 14 Mio. € muss die Gemeinde Haar ca. 1,6 Mio. € selbst tragen, den Großteil übernehmen der Landkreis und der Freistaat. Die Umbauarbeiten sind für die Jahre 2022 bis 2025 geplant. Der Beschluss war einstimmig. Für uns Grüne war wichtig, dass die Planung jetzt in vollem Umfang den von der Schule geäußerten Wünschen und Notwendigkeiten entsprach.
Der nächste Tagesordnungspunkt beinhaltete die Vorstellung zweier Bauprojekte an der Hans-Pinsel-Straße. Zum einen die erste Idee für ein 12-stöckiges Hochhaus direkt an der B304 an und neben, teils sogar über dem 3er-Gebäude. Hierzu gab es deutlich skeptische Stimmen aus allen Fraktionen, sowohl bezogen auf die Größe und Gestaltung als auch zu der geplanten Mischnutzung durch Wohnen und Gewerbe. Außerdem wurde – auch von uns – eine klare Abstimmung mit dem beschlossenen Rahmenplan zur B304 eingefordert. Das zweite Objekt ist ein geplantes sechsstöckiges Gewerbegebäude an der Ecke Pinsel-/Stießberger-Straße. Auch hierzu gab es etliche Rückfragen und Klärungsbedarf. Positiv sehen wir Grünen den Plan, das Gebäude in Holzbauweise zu errichten und einen Teil der bisher versiegelten Fläche wieder zu begrünen. Da es nun in dieser „Ecke“ bereits mehrere Bauanfragen gibt, fordern wir, dass rasch ein Rahmenplan für ein abgestimmes Gesamtkonzept entwickelt wird.
Leider mussten auch die Kostensätze für die Kitas erhöht werden. Unser Vorstoß, die Erhöhung auf 3% anstelle der in der Sitzungsvorlage vorgeschlagenen 5% zu beschränken, fand leider keine Mehrheit. Es wurde eine Erhöhung von 5% festgelegt. Außerdem wird es ab September 2021 ein obligatorische Essensvollversorgung mit sehr gesunden Speisen in den Kitas geben.
Dank eines Förderprogramms für Sportstätten haben wir umfangreiche Verbesserungen sowohl für die Sportanlage in Eglfing, als auch für die an der Vockestraße in unsere Planungen aufgenommen und beschlossen entsprechende Förderanträge zu stellen. Für ca. 1,2 Mio € sollen diese Sportstätten saniert und erweitert werden, die Gemeinde muss nur ca. 130.000 € selbst tragen.







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