In Bayerns Gemeinden fehlen Kita-Erzieher:innen. Auch in Haar konnten 160 Kinder den gewünschten Platz nicht bekommen, Personalmangel war und ist der Hauptgrund.
Johannes Becher, Sprecher der Landtags-Grünen für frühkindliche Bildung, hat jetzt Sofort-Maßnahmen zur Verbesserung der Situation gefordert:
„Eingeschränkte Öffnungszeiten, Gruppen oder ganze Einrichtungen, die schließen, Personal am Limit, tausende Eltern, die auch in diesem September ohne einen Betreuungsplatz dastehen – das ist die Realität in Bayerns Kitas. Und dafür ist die Söder-Regierung mitverantwortlich“, sagt Becher.
Eine heute vorgestellte Studie im Auftrag des CSU-geführten Familienministeriums zum Kita-Bedarf zeigt abermals die prekäre Ist-Situation in Bayern auf: Es fehlen aktuell 65.000 Betreuungsplätze und 14.000 Fachkräfte.
Johannes Becher macht klar: „Der Fachkräfte-Mangel ist akut und schon lange bekannt. Es ist ein Schlag ins Gesicht für Kita-Beschäftigte und Familien in Bayern, wenn sich die Sozialministerin jetzt hinstellt und sagt: Bis 2028 haben wir es im Griff. Bayern braucht sofort Lösungen für die Kita-Krise – nicht nur die Aussicht auf bessere Zeiten!“
Die Landtags-Grünen erneuern ihre Forderungen nach Sofort-Maßnahmen für bessere Arbeitsbedingungen in den Kitas, bessere staatliche Betriebskostenförderung, eine Vergütung der Ausbildung zur Kinderpfleger*in, kostenfreie Weiterqualifizierungen für Quereinsteiger*innen und: Die Kita-Mittel aus dem Bund – immerhin über 500 Mio. EUR jährlich – müssen vollständig in die Qualität, statt in Beitragsentlastungen fließen.
Johannes Becher ergänzt: „Bemerkenswert ist heute mal wieder, was die CSU-Ministerin bei ihrem vollmundigen Ausblick nicht sagt: Wie will die Söder-Regierung eigentlich damit umgehen, wenn die Betreuungs-Bedarfe nicht stagnieren, sondern steigen und, wenn die Fachkräfte aus der Babyboomer-Generation wegfallen? Dann gehen die Prognosen dieser Studie nicht mehr auf.“







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