Wie inzwischen auch in den Medien berichtet, wurde länger über die Frage debattiert, ob die Gemeinde Haar gegen die Nachbargemeinde Grasbrunn eine Normenkontrollklage anstreben soll.
Klagegegenstand wäre die – auch aus grüner Sicht – völlig verfehlte Planung weiterer Gewerbeansiedlung auf der Rodungsinsel Keferloh. Dies würde nicht nur der Zersiedelung Vorschub leisten, sondern auch den Verkehr erhöhen, sodass die Bundestraßen-Kreuzung in Haar überlastet würde. Allerdings hatte die Beratung durch fachkundige Juristen ergeben, dass die Klageaussichten gering sind und höchsten eine Beteiligung von Grasbrunn am Ausbau dieser Kreuzung erreichbar sein dürfte. Dagegen stelle Mike Seckinger die zu befürchtende Beeinträchtigung der nachbarlichen Beziehungen, die im Hinblick auf die immer engere Verflechtung der Münchner Umlandgemeinden, langfristig mehr schadet dürfte als eine begrenzte Verzögerung dieses Gewerbegebiets. Da zwei Rätinnen eine bei SPD und eine bei uns verhindert waren, konnte die CSU überraschend mit 15:14 eine Befürwortung der Klage durchsetzen. Mal sehen, wie sich diese entwickeln wird.
Nahezu Einstimmigkeit herrschte hingegen bei der Zustimmung zu der Bauplanung auf dem Gelände der Gärtnerei Linner. Ca. 30 Wohnungen und einige „Town houses“ werden dort entstehen, Die Dächer werden begrünt und die gemeindlichen Leitlinien für nachhaltiges Bauen dürften weitgehend eingehalten werden.
Auch der Betritt zum Klima-Bündnis, wurde einstimmig beschlossen. Damit es nicht bei einer Symbolaktion bleibt, haben wir zusätzlich beantragt, dass 2021 ein Arbeitskreis mit Beteiligung von Bürger*innen eingesetzt werden soll, der konkrete Maßnahmen zur CO2-Reduktion ausarbeiten wird.
Als weiterer Antrag mit „grünem Geist“ wurde ebenfalls einstimmig beschlossen, alle noch nötigen Voraussetzungen umzusetzen, um Fair-Trade-Gemeinde zu werden. Dazu gehört z.B. die Nutzung von fair gehandeltem Kaffee im Rathaus. Gerne merken wir Grünen an, dass Primavera Centonza und Eckard Maurus hier unermüdliche und jetzt auch erfolgreiche Basisarbeit geleistet haben.
Schließlich gab es noch einen überraschend versöhnlichen Jahresausklang, als Andreas Bukowski bekanntgab, seine Klage gegen Prof. Dr. Gantzer fallenzulassen. Dies wurde auch von grüner Seite mit Zustimmung kommentiert.







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