In der „Weihnachtssitzung“ des Haarer Gemeinderats am 14. Dezember 2021 berichtete Andreas Bukowski darüber, dass es zwei weitere Corona-Teststationen gibt. Eine in einem Zelt am Höglweg und eine weitere wird beim Hagebaumarkt (mehr Info hier).
Im Haarer Impfzentrum gibt es jetzt eine Impfstraße für Kinder. Mehr Informationen zu Impfungen für Kinder und Jugendliche finden sich z.B. hier.
Im ersten Tagesordnungspunkt stellte die Städteplaner Herr Birgel und Herr Bogert vom Planungsbüro Dragomir das „Interkommunale Strukturkonzept“ für mögliche Bauprojekte am Rappenweg (Trudering) und in Gronsdorf vor. Hier besitzt die Stadt München einige Grundstücke auf Haarer Boden, auf der jetzt eine Bebauung angedacht ist. Für Haar ging es dabei um den schon länger im Gespräch stehenden Standort eines Schulcampus direkt am Gronsdorfer Bahnhof. Dazu wurden drei Varianten vorgestellt: a: Nur der Schulcampus wird realisiert, b: Nördlich des Schulcampus wird zusätzlich ein Baugebiet von 43.000 m² für ca. 250 Einzelhäuser ausgewiesen. c: Zusätzlich zum Schulcampus wird ein Baugebiet von 68.000 m² für ca. 150 Einzelhäuser und einige Hundert Geschosswohnungen ausgewiesen. Für die Planung am Rappenweg auf Münchner Grund wurden ebenfalls mehrere Varianten vorgestellt, die alle einige Tausend Wohnungen plus Gewerbeflächen beinhalteten.
Die anschließende Diskussion kreißte stark um die Verkehrserschließung des Gebiets. Ein wichtiger Punkt dabei: Soll man mit dem Auto vom Rappenweg zur Schneiderhofstraße vorfahren können, soll es bzw. darf es also einen sogenannten „Durchstich des Rappenwegs“ geben. Die Gemeinde Haar lehnt den Durchstich für den motorisierten Individualverkehr klar ab. Die Idee eine Durchstichs für Fahrräder, wie im Konzept des „Schnellen Radwegs Ostbahnhof-Ebersberg“ vorgestellt, wird von allen befürwortet. Das Thema wurde zur weiteren Behandlung an den Bauausschuss verwiesen.
Als nächstes stellte der Energieberater Uwe Dankert vom Ingenieursbüro udEEE seine Überlegungen für einen Fahrplan für die energetische Sanierung der gemeindlichen Liegenschaften vor. Für fast 70 Gebäude wurden Energiebilanzen erstellt und notwendige Sanierungskonzepte erarbeitet. Nur mit diesen Maßnahmen kann die Gemeinde ihren selbst gesteckten Klimazielen wenigstens nahekommen. Das Konzept enthält einen Fahrplan, der jährliche Investitionen von ca. einer Million Euro (plus einige Fördergelder) erfordert. Damit könnte bis zum Jahr 2045 der kommunale CO2-Eintrag von 2070 t auf ca. 410 t CO2 verringert werden. Die Grünen unterstützen diese notwendige Investitionen und werden bei den Haushaltsplanungen entsprechende Mittel einfordern. Sobald der Bericht veröffentlicht wurde, werden wir ihn auf der Homepage zugänglich machen.
Schließlich wurden noch die Vergaberichtlinien von gemeindlichen Wohnungen thematisiert, da es öffentliche Kritik zur Vergabe einer Wohnung in der Leibstraße gab. Die Diskussion dazu wurde in dem nichtöffentlichen Sitzungsteil geführt, wo sie unserer Ansicht nach auch hingehört.
Wir wünschen allen Leserinnen und Lesern fröhliche Weihnachten und ein hoffentlich friedvolles und gesundes neues Jahr.







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